Herzlich Willkommen zur

dieS-Sommerschule 2026 in Karlsruhe

Die dieS-Sommerschule 2026 findet in diesem Jahr vom 18. bis 20. Juni an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe statt.

Sie widmet sich dem Thema "Vernetzte Schreibdidaktik" und rückt damit die vielfältigen Schnittstellen zwischen Schreibforschung, Bildungswissenschaft, Psychologie und digitalen Technologien in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen interdisziplinäre Perspektiven auf Schreibprozesse sowie die methodischen Anforderungen, die sich aus der zunehmenden Komplexität von Daten, KI-gestützten Schreibumgebungen und kollaborativen Praktiken ergeben.

Die Sommerschule bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, Methodenworkshops, Diskussionsforen und Beratungskolloquien, in denen quantitative und digitale Zugänge zur Schreibforschung vorgestellt und reflektiert werden. Themen wie KI-Schreibprozesse, multimodales Erzählen oder kollaboratives Schreiben im Fachunterricht eröffnen dabei aktuelle Einblicke in die Breite und Dynamik der empirischen Schreibdidaktik.

Besonderheit in diesem Jahr ist die neue Open Science Session. Hier haben Qualifikand:innen aller Karrierephasen – von der Promotionsidee bis zum Postdoc-Projekt – die Möglichkeit, ihre Forschung in Kurzvorträgen, Data Sessions oder Methodenimpulsen vorzustellen. Die Open Science Session schafft Raum für Austausch, Feedback, Ko-Konstruktion und Sichtbarkeit von Forschungsprozessen und stärkt damit die Vernetzung innerhalb der Community.

Die dieS-Sommerschule richtet sich an alle interessierten Wissenschaftler:innen, besonders aber an Promovierende und Postdocs, die ihre Projekte weiterentwickeln, methodische Sicherheit gewinnen und interdisziplinäre Anschlussstellen entdecken möchten.

Wir freuen uns darauf, Sie bei uns an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) zu begrüßen und gemeinsam an einer Schreibdidaktik zu arbeiten, die Perspektiven verbindet, Forschung öffnet und methodische Vielfalt lebt. Bis 15. Mai können Sie sich anmelden.

Direkt zur Anmeldung

Programm

Die Sommerschule kombiniert verschiedene Formate, die eine vielfältige Partizipation am aktuellen schreibdidaktischen Diskurs in allen Phasen der wissenschaftlichen Sozialisation ermöglichen: Vorträge und Diskussionen, Workshops, in denen empirische Daten untersucht werden, Beratungskolloquien für Promotionsprojekte, ein Open Science Sessions und ein Rahmenprogramm, das viele individuelle Gesprächsanlässe bietet.

Wir bitten um eine durchgängige Teilnahme!

Vorträge

Die schreibdidaktische Interventionsforschung steht vor der Herausforderung, zugleich möglichst kausal interpretierbare und »praxisnahe« Forschungsergebnisse zu generieren. Während erstere oft mit lebensweltfremden Laborexperimenten assoziiert wird, gelten »praxisnahe« Zugänge vielen als eher evaluativ.

Der Vortrag führt zunächst anhand von Beispielen aus der Schreibdidaktik in die Unterscheidung von interner, externer, Konstrukt- und statistischer Validität ein. Anschließend wird skizziert, welche Charakteristika von Studiendesigns (Randomisierung, Matching, Random Sampling etc.) zur Steigerung dieser Validitätsformen beitragen und welche typischen Bedrohungen dieser (Testübung, genestete Daten, Reifungsprozesse etc.) im Forschungsalltag vorliegen.

In einem zweiten Teil diskutiert der Vortrag traditionelle und neuere Studiendesigns, die es erlauben, interne und ökologische Validität in der Schreibdidaktik simultan zu steigern. Dabei soll auch beleuchtet werden, inwiefern solche anspruchsvollen Vorhaben von inter- und transdisziplinärer Kooperation profitieren können.

Der Vortrag adressiert methodische Anforderungen und Herausforderungen didaktisch-empirischer Schreibforschung in interdisziplinären Forschungsdesigns am Beispiel einer cluster-randomisierten Interventionsstudie zum multimodalen Erzählen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich komplexe, digital gestützte Schreibarrangements empirisch so untersuchen lassen, dass sowohl Prozessnähe als auch methodische Kontrolle gewährleistet bleiben.

Vorgestellt wird eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von Digital Storytelling (DST) auf die narrative Textproduktionskompetenz von Schüler:innen der Orientierungsstufe. Untersucht wurde ein Schreibarrangement zur Überarbeitung narrativer Texte, in dem die Schreibaufgabe über alle Gruppen hinweg konstant blieb, während ausschließlich die Revisionsphase variiert wurde. Verglichen wurden drei Bedingungen: (1) eine DST-Gruppe mit multimodalem Erzählen, (2) eine Interventionsgruppe mit Überarbeitung auf Grundlage einer Mustertextanalyse sowie (3) eine Kontrollgruppe ohne spezifische Unterstützungsmaßnahmen.

Anhand dieses Designs werden zentrale methodische Spannungsfelder veranschaulicht: die Operationalisierung von Textqualität in multimodalen Kontexten, die Kombination holistischer (NAEP) und analytischer Ratingverfahren (RANT), der Umgang mit Prä-Post-Abhängigkeiten sowie die Berücksichtigung verschachtelter Datenstrukturen bei Randomisierung auf Klassenebene. Die Effekte der Schreibarrangements auf die Textqualität der Endfassungen wurden mittels linearer Regressionsmodelle unter Kontrolle der Ausgangsleistungen modelliert; clusterrobuste Standardfehler dienten der Adjustierung für die Klassenstruktur. Der Vortrag nutzt die Studie als Fallbeispiel, um Analyseentscheidungen, Gütefragen und Grenzen quantitativer Wirksamkeitsforschung in komplexen, digital geprägten Schreibsettings transparent zu machen. Im Ausblick werden insbesondere Messvalidität bei multimodalen Produkten und die Vergleichbarkeit von Unterstützungsformaten diskutiert.

Im Unterricht wird oft geschrieben, um mündlich erarbeitete Inhalte festzuhalten. So können die Inhalte später noch einmal nachgelesen werden, zum Beispiel zur Prüfungsvorbereitung (= konservierendes Schreiben). Schreiben kann aber auch das Lernen unterstützen. Es erfordert verschiedene kognitive Tätigkeiten, die die Abspeicherung von Informationen im Langzeitgedächtnis verbessern (Silva und Limongi 2019, Graham und Hebert 2011): Man muss das Wichtigste auswählen, Gedanken strukturieren und elaborieren, Zusammenhänge in Sprache fassen usw. (= schreibendes Lernen). So einleuchtend dies aus kognitionstheoretischer Sicht klingt, zeigt sich in empirischen Studien kein so eindeutiges Bild (Bangert-Drowns et al. 2004; Graham et al. 2020). Daraus kann geschlossen werden, dass Schreiben nicht lediglich als kognitives Phänomen betrachtet werden kann, sondern auch seine soziale Komponente stärker in den Fokus genommen werden sollte: Was tun Schreibende, wenn in einem Lernsetting Schreiben als Lernwerkzeug eingesetzt wird? Unter welchen Bedingungen kann es gelingen?

Der Vortrag gibt Einblicke in aktuelle Erkenntnisse zum schreibenden Lernen und welche Rolle dabei die Art des Schreibarrangements spielt. An konkreten Beispielen aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht wird aufgezeigt, dass Schreiben nicht automatisch das Lernen fördert. Damit die genannten kognitiven Aktivitäten, die das Lernen unterstützen, durch das Schreiben auch tatsächlich hervorgerufen werden, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Der Vortrag beleuchtet solche anhand von Forschungsbefunden und Beispielen aus einer aktuell laufenden Interventionsstudie (KoSNaWi).

  • Bangert-Drowns, R. L., Hurley, M. M. & Wilkinson, B. (2004). The effects of school-based writing-to-learn interventions on academic achievement: A meta-analysis. Review of Educational Research, 74(1), 29–58.
  • Silva, A. M. & Limongi, R. (2019). Writing to Learn Increases Long-term Memory Consolidation: A Mental-chronometry and Computational-modeling Study of “Epistemic Writing”. Journal of Writing Research, 11(1), 211–243. doi.org/10.17239/jowr-2019.11.01.07
  • Graham, S. & Hebert, M. (2011). Writing to Read: A Meta-Analysis of the Impact of Writing and Writing Instruction on Reading. Harvard Educational Review, 81(4), 710–744. doi.org/10.17763/haer.81.4.t2k0m13756113566
  • Graham, S., Kiuhara, S. A. & MacKay, M. (2020). The Effects of Writing on Learning in Science, Social Studies, and Mathematics: A Meta-Analysis. Review of Educational Research, 90(2), 179–226. https://doi.org/10.3102/0034654320914744

Diskussionsforen

Nicht zuletzt, weil sich Schreiben als Forschungsgegenstand zwischen verschiedenen Disziplinen, unter anderem Linguistik, Bildungswissenschaft und Psychologie, bewegt, ist dessen empirische Untersuchung komplex. Herausforderungen treten insbesondere dann zutage, wenn hohe Ansprüche an die psychometrische und (inferenz)statistische Gütekriterien mit einer begrenzten Umsetzbarkeit im (hoch)schulischen Feld kollidieren. Gleiches gilt jedoch, wenn theoretische Modelle durch eine unzureichende fachdidaktische Einbettung ihre Anschlussfähigkeit und Interpretierbarkeit verlieren. Entsprechend können die Herausforderungen entlang einer Vier-Felder-Tafel systematisiert werden, die zwei Achsen kombiniert: (1) methodische Strenge vs. Machbarkeit sowie (2) theoretischer Kern vs. fachdidaktische Einbettung.

Im Quadranten methodische Strenge × theoretischer Kern steht die Entwicklung konzeptuell präziser und psychometrisch belastbarer Operationalisierungen zentraler Schreibkonstrukte im Vordergrund (Steinhoff, Grabowski, & Becker-Mrotzek, 2017). Leitend ist dabei die Frage, welche Aspekte des Schreibens unter hohen Güteanforderungen schwer zugänglich bleiben und wo quantitative wie qualitative Verfahren an Grenzen stoßen. Exemplarisch wird zwischen „harten“ Faktoren (z. B. Schreibflüssigkeit, lexikalische bzw. syntaktische Merkmale, Textstruktur) und „weichen“ Faktoren (z. B. Motivation, Selbstwirksamkeit, Kreativität) unterschieden, deren Erfassung häufig nur indirekt gelingt und entsprechend Validitäts- und Vergleichbarkeitsprobleme aufwirft.

Im Quadranten methodische Strenge × fachdidaktische Einbettung rückt die Anwendung anspruchsvoller Mess- und Auswertungslogiken bei didaktisch sinnvollen Aufgabenformaten und Unterrichtsarrangements in den Fokus (Jost, 2017). Zentral ist die Frage, wie zentrale empirische Gütekriterien sichergestellt werden können, ohne theoretische Konstrukte zu unterbestimmen oder didaktische Passung einzubüßen (vgl. beispielsweise Wild, 2023).

Im Quadranten Machbarkeit × theoretischer Kern werden die Folgen institutioneller und organisatorischer Restriktionen des (hoch)schulischen Feldes für theoriebasierte Forschung adressiert. Im Zentrum steht die Frage, welche Forschungsdesigns unter Realbedingungen tragfähig sind und wie sich theoretische Präzision trotz pragmatischer Beschränkungen sichern lässt (Grabowski, 2017; Rhoads, 2016). Typische Problemlagen betreffen etwa eine begrenzte Zahl an Messzeitpunkten, eingeschränkte Raterressourcen oder ein kurzer Interventionszeitraum.

Im Quadranten Machbarkeit × fachdidaktische Einbettung steht die Entwicklung und Evaluation praxisnaher Interventionen unter Alltagsbedingungen bei gleichzeitiger Spezifikation der zugrunde liegenden Wirkmechanismen im Vordergrund. Maßgeblich ist die Frage, wie fachdidaktisch anschlussfähige Maßnahmen implementiert und überprüft werden können, ohne dass Wirkannahmen unscharf bleiben (vgl. Jeuk, Schilcher, & Stöger et al., 2017). Relevante Herausforderungen ergeben sich u. a. aus Implementationstreue, Treatment-Fidelity und Kontextabhängigkeit von Effekten

 

Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsam getragenen Orientierungsrahmens, der zentrale Herausforderungen der Schreibforschung entlang der Vier-Felder-Tafel expliziert und daraus Kriterien für evidenzbasierte, zugleich feldtaugliche und fachdidaktisch anschlussfähige Forschungsdesigns ableitet.

 

Grabowski, J. (2017). Anforderungen an Untersuchungsdesigns. In M. Becker-Mrotzek, J. Grabowski & T. Steinhoff (Hrsg.), Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (S. 315–334). Waxmann.

Jeuk, S. & Schilcher, A. & Stöger, H. u.a. (2017): Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit von Forschungs- und Bildungsinstitutionen. Über die Schwierigkeit, Daten an Schulen zu erheben. In Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch (Hrsg.), << BLICK ZURÜCK NACH VORN >>. Perspektiven für sprachliche Bildung in Lehrerbildung und Forschung (S. 21–24). Mercator Institut.

Jost, J. (2017). Prinzipien und Methoden lernförderlicher Schreibumgebungen. In M. Becker-Mrotzek, J. Grabowski, & T. Steinhoff (Hrsg.), Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (S. 173–186). Waxmann.

Rhoads, C. (2016). The Implications of Contamination for Educational Experiments With Two Levels of Nesting. Journal of Research on Educational Effectiveness, 9(4), 531–555. doi.org/10.1080/19345747.2015.1086912

Steinhoff, T., Grabowski, J., & Becker-Mrotzek, M. (2017). Herausforderungen der empirischen Schreibdidaktik. In M. Becker-Mrotzek, J. Grabowski & T. Steinhoff (Hrsg.), Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (S. 9–24). Waxmann.

Wild, J. (2023). Schriftliches Erzählen diagnostizieren. Ergebnisse der empirischen Validierung eines Instruments zum Erfassen der Qualität narrativer, schriftlicher Texte im Rahmen des RESTLESS-Projekts. In N. Kruse, V. Lemke, T. Steinhoff, & A. Sturm (Hrsg.), Schreibunterricht. Studien und Diskurse zum Verschriften und Vertexten (S. 271–289). Waxmann.

Die Entwicklung und Verbreitung generativer KI markiert einen historischen Bruch in der Wissenschaftskommunikation, weil sie das Monopol des Menschen auf die Produktion wissenschaftlicher Texte beendet hat. Phänomene wie die Deep Research-Features von ChatGPT und Gemini verdeutlichen, dass generative KI in hohem Tempo Texte erzeugen kann, die wesentliche Merkmale typischer, auch komplexer wissenschaftlicher Publikationen erfüllen. Was heißt das für die Zukunft des wissenschaftlichen Schreibens? Wir möchten drei mögliche Szenarien samt ihren Implikationen für Qualifikationsarbeiten diskutieren: Soll menschliches wissenschaftliches Schreiben an generative KI abgegeben werden („Delegation“)? Soll es in Abgrenzung von ihr bewahrt werden („Konservation“)? Oder soll es in Reaktion auf sie umgestaltet werden („Transformation“)?

 

Literatur

Lehnen, K. (2025): Medienkonstellationen im Wandel: Universitäre Schreibarrangements und KI. Erscheint in: Ballestracci, Sabrina/Foschi, Marina/Lefèvre, Michel/Steinhoff, Torsten (Hrsg.): Digitale Wissenschaftskommunikation in Deutschland, Frankreich und Italien am Beispiel der germanistischen Linguistik. Florenz: Lingue e Letterature d'Oriente e d'Occidente. www.doi.org/10.13140/RG.2.2.15573.49129

 

Steinhoff, Torsten (2026): Zur Zukunft des Schreibens in Schule und Universität: Delegation, Konservation oder Transformation? Erscheint in: Ballestracci, Sabrina/Foschi, Marina/Lefèvre, Michel/Steinhoff, Torsten (Hrsg.): Digitale Wissenschaftskommunikation in Deutschland, Frankreich und Italien am Beispiel der germanistischen Linguistik. Florenz: Lingue e Letterature d'Oriente e d'Occidente. Preprint. http://www.doi.org/10.13140/RG.2.2.14937.17761/1

Methoden-Workshops

Der Workshop richtet sich an Teilnehmende, die sich in der Planungsphase einer Interventionsstudie befinden, und bietet eine kompakte Einführung in zentrale Fragen des Studiendesigns und der Datenerhebung.
Gemeinsam erarbeiten wir, wie Forschungsfragen in geeignete Designs übersetzt werden können, welche Rolle Vergleichs- und Kontrollgruppen spielen und wie Messzeitpunkte sinnvoll angelegt werden. Anhand von Beispielen werden typische Herausforderungen bei der Planung von Erhebungen diskutiert, und es wird gezeigt, welche Folgen diese Entscheidungen für die spätere Auswertung haben.
Ziel des Workshops ist es, ein tragfähiges methodisches Fundament für die Planung eigener Interventionsstudien zu entwickeln und die Teilnehmenden auf weiterführende quantitative Auswertungen vorzubereiten.

 

Quantitative Auswertungen sind auch in der Sprachdidaktik ein wichtiges Instrument zur Untersuchung von Interventionseffekten. Der Workshop bietet eine Einführung in grundlegende Zugänge der quantitativen Datenanalyse mit besonderem Fokus auf Regressionsansätze in Interventionsstudien.
Anhand von Beispieldaten wird ein Einblick in Regressionsanalysen gegeben, mit denen sich Interventionseffekte auch unter Berücksichtigung von Kovariaten untersuchen lassen. Dabei wird thematisiert, welche Annahmen diesen Analysen zugrunde liegen und welche Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen gezogen werden können – und welche nicht. Die Auswertungen und Darstellungen erfolgen exemplarisch mit der Statistiksoftware JASP; die Teilnehmenden werden gebeten, diese vorab zu installieren.
Ziel des Workshops ist es, ein grundlegendes Verständnis dafür zu entwickeln, wie quantitative Auswertungen von Interventionsstudien funktionieren, wie Ergebnisse aus Regressionsanalysen gelesen werden können und wie deren Aussagekraft realistisch eingeschätzt werden sollte. Die eigenständige Durchführung komplexer Analysen steht dabei nicht im Vordergrund.

Open Science Session

Die Open Science Session ist als offenes Forum für Forschungsprojekte konzipiert. Es ist ein neues Format der diesjährigen Sommerschule und findet am Samstagvormittag von 9 bis 12 Uhr statt. Sie bietet Qualifikand:innen aller Karrierephasen – von ersten Projektideen bis zu weit fortgeschrittenen Dissertationen oder Postdoc-Projekten – die Möglichkeit, ihre Forschung vorzustellen, offene Fragen zu diskutieren und methodisches Feedback aus der Community zu erhalten.

Teilnehmende können sich für eines von drei Präsentationsformaten anmelden:

  • Kurzvortrag (10 Min. Vortrag + 10 Min. Diskussion)
    Für prägnante Einblicke: ideal zur Vorstellung von Forschungsdesigns, ersten Ergebnissen oder zentralen Herausforderungen.

  • Vortrag (20 Min. Vortrag + 10 Min. Diskussion)
    Für umfassendere Darstellungen, z. B. theoretische Rahmung, komplexere Methodensettings oder tiefergehende Analysen.

  • Data Session (30 Min.)
    Raum für die vertiefte Diskussion empirischer Materialien (z. B. Schreibdaten, Transkripte, Kodierungen, quantitative Analysen). Schwerpunkt ist das gemeinsame Nachdenken über Interpretation, methodische Entscheidungen und offene Fragen.

Die Open Science Session ist ein neues Format, das wir bewusst niedrigschwellig und anschlussfähig gestaltet haben: Egal, ob es sich um eine erste Idee, ein entstehendes Kapitel, eine methodische Baustelle oder ein fast abgeschlossenes Projekt handelt – Sie alle sind eingeladen, den Austausch zu nutzen und Ihre Forschung sichtbar zu machen.
Nadine Anskeit
Institut für deutsche Sprache und Literatur

Über die Science Session

Anmeldung zur Open Science Session

Bitte senden Sie das vollständig ausgefüllte Formular bis zum 15. Mai 2026 an dies-tagung(at)ph-karlsruhe.de.

Nach Anmeldung und Einreichung eines Abstracts wird ein Programm für den gesamten Zeitslot zusammengestellt und an dieser Stelle veröffentlicht.

Beratungskolloquium

Individuelle Unterstützung für Qualifikationsarbeiten

Im Rahmen der Sommerschule haben Sie die Möglichkeit, Ihre Qualifikationsarbeit im Bereich der didaktisch-empirischen Schreibforschung in einem Beratungskolloquium gezielt weiterzuentwickeln. Die Kolloquien finden in kleinen Gruppen von bis zu drei Qualifikand:innen statt und werden von zwei Mitgliedern der dieS-Gruppe begleitet, die gemeinsam mit Ihnen auf Ihre Forschung, Ihre Fragestellungen und mögliche nächste Schritte schauen.

Das Format bietet Raum für:

  • konstruktives Feedback zu Theorie, Methodik oder Analyse,

  • das Klären offener Fragen,

  • die gemeinsame Reflexion von Herausforderungen,

  • Impulse für die Weiterarbeit – ganz gleich, an welchem Punkt Ihr Projekt steht.

Anmeldung zum Beratungskolloquium

Damit wir ein passgenaues Beratungsangebot für Sie zusammenstellen können, benötigen wir einige Angaben zu Ihrem Forschungsvorhaben. Bitte geben Sie außerdem an, von welchen dieS-Mitgliedern Sie gerne beraten werden möchten. Wir bemühen uns, Ihren Wünschen bestmöglich zu entsprechen.

Bitte senden Sie das vollständig ausgefüllte Formular bis zum 15. Mai 2026 an: dies-tagung(at)ph-karlsruhe.de.

Anmeldung und Tagungsgebühren

Die Anmeldung zur Tagung erfolgt über LimeSurvey unter diesem Link: https://survey.ph-karlsruhe.de/dies_sommerschule_2026/ Anmeldefrist ist der 15. Mai 2026.

Die Tagungsgebühren umfassen eine vollständige Verpflegung während der gesamten Sommerschule: Kaffeepausen, Getränke, Verpflegung am gemeinsamen Austauschabend am Donnerstag sowie den Heimfahrsnack. Lediglich das Abendessen am Freitag findet auf Selbstzahlerbasis statt, sodass alle Teilnehmenden flexibel wählen können.

Die Teilnahmegebühren werden in zwei Kategorien ausgewiesen:

  • Regulärer Tagungsbeitrag (Professor:innen): 145,00€

  • Reduzierter Beitrag (Qualifikand:innen und wissenschaftliche/akademische Mitarbeiter:innen): 95,00€

Jetzt anmelden

Anreise, Unterkunft und Tagungsort

Hotelkontingent

In unterschiedlichen zentral gelegenen Hotels sind Kontingente verfügbar. Alle Informationen zu den einzelnen Hotels sind hier aufgelistet.

HotelPreis/NachtAbrufkontingentDistanz zur PH
Hotel Ambassador93,00€ inkl. Frühstück & inkl. City-Taxbis 07.05.26ca. 10 Min. zu Fuß
Berliner Hof86,00€ inkl. Frühstückbis 15.03.26ca. 5 Min. zu Fuß
Hotel am Markt95,00€ inkl. Frühstückbis 15.03.26ca. 12 Min. zu Fuß
Motel One88,00€ exkl. Frühstück (17,90€)bis 19.05.26 (--> bitte Abrufformular nutzen!)ca. 15 Min. zu Fuß
Hotelwelt Kübler68,00€ exkl. Frühstück (15,00€)bis 07.05.26ca. 2 Min. zu Fuß

 

Lageplan der Hochschule

Gebäudeplan PH Karlsruhe

Die Angaben im Programm sind wie folgt zu verstehen (beispielhaft):

1.013 (Gebäude 1, Etage 0, Raum 13)

3.101 (Gebäude 3, Etage 1, Raum 1)

Das Tagungsteam

Wir freuen uns auf Sie!

Letzte Änderung: 17.02.2026
Für den Inhalt verantwortlich: nadine.anskeit@ph-karlsruhe.de