PHKA im Rathaus
Einmal im Jahr präsentiert die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) ausgewählte Forschungsprojekte im Rathaus am Marktplatz. Die Veranstaltung mit kurzen Vorträgen, Posterausstellungen und Mitmachaktionen steht allen Bürger:innen offen. Sie bietet Gelegenheit, sich über neueste gesellschaftsrelevante Forschung zu informieren und mit Wissenschaftler:innen der PHKA ins Gespräch zu kommen. Die Stadt Karlsruhe und die Hochschulleitung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe laden herzlich dazu ein.
KI in der Bildung: Chancen gestalten - Qualität sichern
Programm
Ab 17:30 Uhr:
Mitmachangebote und Posterausstellung
Ab 18.00 Uhr:
Grußworte
- Yvette Melchien, Bürgermeisterin für Jugend, Soziales, Schulen, Sport, Bäder und Migrationsfragen der Stadt Karlsruhe
- Prof. Dr. Götz Schwab, zukünftiger Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
Die Moderation des Abends hat Vertr.-Prof. Dr. Anne Frenzke-Shim, PHKA-Institut für deutsche Sprache und Literatur, inne.
Vortrag 1 - Prof. Dr. Bernhard Standl, Informatikdidaktik: Das ist KLEVER – KI-gestützte Lehrentwicklung für Vermittlung, Erprobung und Reflexion
Künstliche Intelligenz verändert bereits heute, wie Wissen entsteht, verarbeitet und vermittelt wird, auch in Schule und Unterricht. Das Projekt KLEVER an der Karlsruhe School of Education (KSE), einer gemeinsamen Einrichtung von Pädagogischer Hochschule Karlsruhe und Karlsruher Institut für Technologie, untersucht, wie angehende Lehrkräfte auf den reflektierten und didaktisch sinnvollen Einsatz von KI vorbereitet werden können. Herzstück des Projekts ist ein modularer Methodenkoffer, der KI-gestützte Lehr- und Lernformate für die Lehrkräftebildung entwickelt und in bestehende Seminare integriert. Lehramtsstudierende erproben diese Ansätze praxisnah und reflektieren deren Chancen und Grenzen für den späteren Einsatz im Unterricht.
Vortrag 2 - Gloria Goller, Deutschdidaktik: Deutschunterricht in der digitalen Transformation: Potenziale dialogischer KI
In einer zunehmend digitalisierten und mediatisierten Welt spielt auch der Deutschunterricht eine entscheidende Rolle, um Schüler:innen auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Künstliche Intelligenz (KI) rückt dabei immer stärker in den Fokus. In diesem Kurzvortrag wird darauf fokussiert, wie KI als Dialogpartner im Deutschunterricht eingesetzt werden kann, um das Schreiben und das kritische Denken der SchülerInnen zu unterstützen.
Vortrag 3 - Prof. Dr. Claudia Wiepcke und Marie Tuchscherer, Ökonomiedidaktik: Qualität statt Hype - Der EdTech-Index als Kompass für digitale Bildungsmaßnahmen
Die fortschreitende Digitalisierung geht mit einer wachsenden Zahl digitaler Bildungsmaßnahmen einher, was Qualitätsanforderungen in den Fokus rückt. Der Beitrag liefert einen kompakten Qualitätsrahmen – den EdTech-Index für digitale Bildungsangebote – und stellt zentrale Qualitätsmerkmale für digitale Maßnahmen vor. Anhand eines Beispiels aus der Beruflichen Orientierung wird vorgestellt, wie sich digitale Bildungsmaßnahmen systematisch prüfen lassen.
Vortrag 4 - Prof. Dr. Konstanze Schütze, Anna Maria Sprenger und Anja Lomparksi, Ästhetische Bildung und Kunstvermittlung: From Creation to Collaboration?! – Generative KI-Technologien in der Kunstpädagogik
Künstliche Intelligenz stellt Gesellschaft, Arbeitswelt und Politik vor erhebliche Herausforderungen und ist ganz lebenspraktisch in den Mittelpunkt schulischer und universitärer Debatten gerückt. Auch im Kontext künstlerischer Bildung entsteht der Wunsch nach dezidierten Handlungsempfehlungen, nachvollziehbaren Infrastrukturen und fundierter Reflexion. Drei aktuelle Forschungsprojekte der Professur Ästhetische Bildung und Kunstvermittlung (Institut für Kunst) untersuchen generative KI-Technologien in ihrem Verhältnis zu künstlerischen Strategien und kunstpädagogischen Konzepten.
Ioanna Dimitroula, Jonas Gerlich (Master Kulturvermittlung) und Laura Glöcke (MA Lehramt Kunst) stellen Prototypen aus dem Lehr-/Forschungsprojekt vor.
Fragen und Diskussion
Alle fünf Referent:innen stellen sich den Fragen des Publikums. Durch die Diskussionsrunde führt Vertr.-Prof. Dr. Anne Frenzke-Shim.
Ab 19:30 Uhr
Empfang
Im Anschluss lädt die Stadt Karlsruhe zu Saft und Brezeln. Hier gibt es die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und eine Posterausstellung sowie Mitmachangebote bieten weitere Einblicke in das Thema.
- Die Teachable Machine - Ein spielerischer Einstieg in die KI: Die Teachable Machine ist ein webbasiertes Tool, mit dem sich Modelle für maschinelles Lernen schnell und einfach erstellen lassen. Es eröffnet Schüler:innen ein Fenster in die Welt der Künstlichen Intelligenz. Ohne Programmierkenntnisse können sie eigene KI-Modelle trainieren und so komplexe Konzepte auf intuitive Weise begreifen. Im Mitmachangebot des Instituts für Informatik und digitale Bildung erfahren Interessierte, wie die Teachable Machine in den (Informatik-)Unterricht integriert werden kann.
- Wird die Katzenklappe aufgehen oder nicht? Bei dem Mitmachangebot CAT CLASSIFIER des Algorithmic Literacy Lab* (Institut für Kunst) haben Teilnehmende die Möglichkeit, eine virtuelle Katzenklappe so zu trainieren, dass sie Katzen von Hunden unterscheiden kann. Gefüttert wird das System mit eigenen Bildern. Das Kartenset LEARNING ABOUT MACHINES bietet Impulse für die kritische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen in menschengemachten Systemen.
- Katzen und Hunde sortieren: Bei diesem Mitmachangebot des haben Teilnehmende die Möglichkeit, eine virtuelle Katzenklappe mit der KI-Anwendung Cat Classifier so trainieren, dass sie Katzen von Hunden unterscheidet. Gefüttert wird die KI mit Bildern von Katzen und Hunden. Wird die Katzenklappe aufgehen oder nicht? Eine kritische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen in menschengemachten Systemen.
Posterausstellung
- Informatik
- Ästhetische Bildung und Kunstvermittlung: ComeArts und AI4ArtsEducation
- Ökonomie und ihre Didaktik
Lebenslanges Lernen und kulturelle Teilhabe: Bildung im Alter (neu gedacht)
PHKA im Rathaus 2025 am 14. Mai 2025
Programm
Mitmachangebote
“Demenzsimulatoren ausprobieren”, “Sportlich aktiv werden” und “iPads Nutzen leicht gemacht”
Posterausstellung
Zu den Bereichen Geragogik, Kultur, Literatur und Musik sowie den Projekten “Länger fit durch Musik” und “Learning fro, European Lives”
Grußworte
- Bettina Lisbach, Bürgermeisterin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Karlsruhe
- Prof. Dr. Klaus Peter Rippe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
- Prof. Dr. Karin Schäfer-Koch, Dekanin der PHKA-Fakultät für Geistes- und Humanwissenschaften
Die Moderation des Abends hat Prof. Dr. Alexander Weihs, Leiter des Instituts für Katholische Theologie.
Vortrag 1 - Prof. Dr. Christian Gleser, Institut für Schul- und Unterrichtsentwicklung: Geragogik - die Bildungswissenschaft über den älteren Menschen
Die Geragogik ist eine noch relativ neue Teildisziplin der Bildungswissenschaften. Sie befasst sich mit dem älter werdenden Menschen und dessen Bedürfnissen nach Bildung. Ein wichtiger Schwerpunkt der Betrachtungen ist das Verstehen der Lebensphasen des älter werdenden Menschen und seiner Fähigkeit, bis in das höchste Alter, Neues dazuzulernen.
Vortrag 2 - Jun.Prof. Dr. Ulvi Karagedik, Institut für Islamische Theologie/ Religionspädagogik, und Dr. Regina Speck, Institut für Katholische Theologie: Alter in den Religion(en) - Religion im Alter
Die Hochschätzung des Alters ist ein zentrales Thema in nahezu allen Religionen. Religion ist aber auch eine nicht zu unterschätzende Ressource - (nicht nur) im Alter. Am Beispiel von Islam und Christentum werden Einblicke in die Bedeutung von Religion, Spiritualität und Glaube (im Alter) gegeben.
Vortrag 3 - Prof. Dr. Kai Koch, Institut für Musik: “Länger fit durch Musik” - Kulturelle Teilhabefür Menschen mit Demenz in Amateurmusik-Ensembles
Das beispielsweise Lieder Erinnerungen wecken und verloren geglaubte Ressourcen aktivieren können, sind nur einige der vielen Stärken, wie Musik sich positiv auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Menschen mit Demenz auswirken kann. In diesem Vortrag stellt Prof. Dr. Kai Koch Ergebnisse des aktuellen Forschungsprojekts “Länger fit durch Musik” (BMCO, Nationale Demenzstrategie) vor und zeigt, wie Musikensembles der Amateurmusik - Chöre, Musikvereine und Orchester - wertvolle Teilhabechancen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen am kulturellen Leben schaffen können.
Vorführung: Musizieren mit iPads - “Kann ich nicht!” gibt es nicht
Gemeinsam mit Teilnehmenden aus dem Publikum zeigt Kai Koch, wie mühelos gemeinsames Musizieren mit iPads gelingt - ganz ohne Vorkenntnisse. Diese digitale Form des Musizierens eröffnet Möglichkeiten, auch mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen gemensam beeindruckende Musik zu gestalten. Sie bietet deshalb gerade für die Musikgeragogik spannende Perspektiven.
Vortrag 4 - Prof. Dr. Alexander Skulmowski, Institut für Informatik und digitale Bildung: Gestaltung altersgerechter digitaler Formate
Digitale Technologien bieten vielfältige Möglichkeiten für das altersgerechte Lernen. Um diese Möglichkeiten nutzen zu können, muss jedoch gerade im Alter die Struktur und Kapazität des kognitiven Systems berücksichtigt werden. In diesem Vortrag geht es um einen Überblick der kognitiven Belastungsfaktoren beim digitalen Lernen sowie um Möglichkeiten zur Vermeidung einer kognitiven Überlastung. Darüber hinaus werden relevante Gestaltungsaspekte und ein Ausblick zur Nutzung (generativer) Künstlicher Intelligenz diskutiert.
Empfang
Bei Brezeln und Saft bietet sich die Gelegenheit zum Austausch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Kontakt
Stadt Karlsruhe
Angelika Rohsaint, Hauptamt
Tel.: +49 721 133-1512
angelika.rohsaint@ha.karlsruhe.de
Falls Sie Hilfsmittel oder Unterstützung benötigen (zum Beispiel Gebärdensprachverdolmetschung), so lassen Sie uns dies bitte rechtzeitig wissen.
Kirsten
Buttgereit, M. A.
Stabsstelle | Referentin für Transfer
Organisation
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Gebäude
1
Raum
206
Telefon
Erreichbarkeit
Nach Vereinbarung
Aktualisiert am 30. März 2026 von Kirsten Buttgereit