Was bedeutet Resonanzpädagogik?
Hartmut Rosa definiert Resonanzpädagogik als eine pädagogische Haltung, die auf Beziehung, Antwortfähigkeit und der Anverwandlung von Welt basiert. Ihr Ziel ist die Herstellung von Resonanzfähigkeit und Resonanzsensibilität.
Bildungsprozesse sind demnach wechselseitige, antwortende Beziehungen, die auf Offenheit, und Transformation basieren. Rosa betont: "Bildung bedeutet nicht, Welt zu beherrschen, sondern die Beziehung zur Welt zu verändern". Diese Perspektive stellt er der Kompetenzorientierung gegenüber: "Kompetenz ist Aneignung, Resonanz meint Anverwandlung von Welt: Ich verwandle mich dabei auch selbst".
Die zentrale pädagogische und didaktische Herausforderung, insbesondere im Deutschunterricht, besteht demnach darin, die expressiv-artikulatorischen Fähigkeiten auf Seiten der Lehrkraft und der Schüler:innen so zu entwickeln, dass sie sich aktiv in Beziehung zur Welt setzen können. Dazu bieten sich bereits verschiedene bekannte Konzepte an, wie beispielsweise das Literarische Gespräch, das Responsive Lesen oder das Literarische Schreiben, die aus der resonanzpädagogischen Perspektive neu beleuchtet und geprüft werden und durch neue, eigene Konzepte ergänzt und weiterentwickelt werden sollen.
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